Erzählung, Fiktion

Rezension: Die wundersame Schatulle von Richard Paul Evans

Als wir unser Stöckchen gefangen hatten, habe ich es versprochen: Mein diesjähriges Weihnachtsbuch ist die kleine süße Geschichte „Die wundersame Schatulle“.

„Die wundersame Schatulle“ von Richard Paul Evans Blanvalet Verlag
121 Seiten

Nur noch gebraucht zu erhalten. Meins habe ich vor einem Jahr für einen symbolischen Cent bekommen.

Die Hauptfigur Richard erzählt die Geschichte eines besonderen Weihnachtens: Er lebt mit seiner Frau Keri und seiner kleinen Tochter Jenna in sehr beengten Verhältnissen. All ihre Ersparnisse sind in die Eröffnung eines Abendkleiderverleihs geflossen, für den Richard fast seine gesamte Zeit aufwenden muss und dennoch reicht es kaum zum Leben.

In einer Zeitungsanzeige sucht die Witwe Mary eine Familie, die sie im Haushalt unterstützt und für Kost und Logis bei ihr wohnt. Richard und Keri fassen die Chance beim Schopf und ziehen bei der alten Dame ein. Man freundet sich an, aber Richard hat immer wieder denn gleichen seltsamen Traum von einem steinernen Engel. Außerdem scheint die reich verzierte Weihnachtsschatulle auf dem Dachboden nur für ihn eine Melodie zu spielen. In ihr findet er auch Liebesbriefe von Mary, aber an wen?

Die Geschichte ist sehr kurzweilig und damit ideal um sich schnell ein kleines bisschen Weihnachtsstimmung ins Haus zu holen oder sie in Gesellschaft vorzulesen. Das Geschehen ist zwar etwas mythisch und religiös angehaucht, aber das ist meiner Meinung nach auch für pragmatische Atheisten, zu denen auch ich mich zählen würde, aushaltbar. Entscheidend ist die Stimmung und die kurze Moral, was wirklich zählt. Beides lässt einen wirklich Inne halten und gibt einem die Möglichkeit, sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen. Genau das ist doch auch eines der Ziele von Weihnachten.

Für dieses Kleinod gebe ich drei von fünf Leseratten.

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