Film

Angesehen: Moonrise Kingdom

Wir haben ein befreundetes Pärchen, deren Wohnzimmer sieht aus wie ein Filmmuseum. Mit dem Unterschied, dass unsere Freunde mehr Filme (und Filmfiguren) haben und alles liebevoller arrangiert ist. Wenn wir gemeinsam über Filme sprechen bekommen beide so ein begeistertes Glitzern in den Augen und neulich hat so ein Gespräch dazu geführt, dass ich mir „Moonrise Kingdom“ einfach mal ausleihen durfte.

„Moonrise Kingdom“
Universal Pictures Germany GmbH
94 Minuten
7,97 € (Blu-ray)

Auf einer kleinen Insel vor der Küste Neuenglands lebt die zwölfjährige Suzy mit ihren Eltern und kleinen Brüdern. Auf der anderen Seite der Insel verbringt der Waisenjunge Sam seinen Sommer in einem Pfadfinderlager. Die beiden sind Brieffreunde und haben sich einige Monate zuvor bei einer Schulaufführung kennen gelernt, Sam sah Suzy in ihrem hübschen Krähenkostüm und war direkt hin und weg. Dann im Sommer beschließen die beiden gemeinsam durchzubrennen und werden schließlich auf der Insel von den Pfadfinderführern, Suzys Eltern und dem Jugendamt gejagt. Während alle auf der Suche nach ihnen sind verbringen die beiden eine unbeschwerte Zeit erster Verliebtheit in einer kleinen abgelegenen Bucht.
So süß, lustig und unbeschwert die Handlung auch klingt, an mich ist der Film einfach nicht herangekommen. Es gab wirklich absolut lustige Szenen, die Schulaufführung und all die Kinder in ihren Teils albernen, peinlichen aber durchweg lustigen Kostümen und der schüchterne Sam der sich in Suzy auf den ersten Blick verliebt! Wirklich toll!
Die Szenen im Pfadfinderlager mit der fast schon militärischen Ordnung. Auch unglaublich witzig.
Von Suzys schräger Familie mit den nervenden kleinen Brüdern und dem skurrilen Elternpaar ganz zu schweigen…
Ein stimmiges Bild ergibt das alles aber während der ganzen 94 Minuten nicht und ich hatte keinen blassen Schimmer worum’s jetzt eigentlich gehen soll.
Die Flucht der beiden Außenseiter und ihre kindliche Verliebtheit hätte wirklich einen tollen Film abgeben können, hätte man da noch irgendeine Botschaft oder auch nur in sich stimmige Handlung entdeckt…
Insgesamt lässt mich „Moonrise Kingdom“ irgendwie sprachlos zurück. Ja, der Film ist hier und da witzig und ideenreich, aber nichts was man gesehen haben muss und ehrlich gesagt war ich am Ende froh, als der Film zu Ende war.
Ich kann kaum mehr zu dem Film sagen. Vermutlich muss man ihn selbst gesehen haben und vielleicht verstehen ihn einige von euch anders (besser!) als ich.
Der Film schien eigentlich genau mein Beuteschema zu sein. Ich liebe ja skurrile Figuren und abgedrehte Geschichten, vielleicht hatte ich dadurch auch zu hohe Erwartungen und die vielen begeisterten Rezensionen taten ihr übriges.
Ich bin dann doch ziemlich enttäuscht und gebe nur 2 von 5 Kinoratten für die einzelnen humorvollen Szenen, die fantastisch inszeniert waren und im Rahmen einer besseren Handlung super gewirkt hätten.
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1 Comment

  • Reply Jimmy Krümel Februar 20, 2014 at 7:39 pm

    Ich bin ein ausgesprochener Fan von Edward Norton und mag wohl ebenso wie du sakurille und ironische Filme .. aber der war für mich entweder zu hoch oder zu blöd .. eins von beidem. Jedenfalls habe ich ihn nicht verstanden. Ja, klar, nette Story – aber wo bleibt all das, was ich sonst noch von einem Film erwarte?? äh .. schade
    Ich stimme dir also vollkommen zu!
    Liebe Grüße
    Jimmy

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