Im Rattenbau, Tests

E-Reader-Vorstellung: Kobo Aura

Teil 2: Kobo Aura

Display: Hochauflösender 6-Zoll-Pearl-E-Ink-Clarity Screen mit „Low-Flash Waveform“-Technologie; 1024 x 758, 16 Graustufen
Abmessungen/Gewicht: 150 x 114 x 8,1 mm / 174 g
Geräte-Speicher: 4 GB, mit einer Micro SD-Karte kann der Speicherplatz auf bis zu 32 GB erweitert werden
Unterstützte Formate: EPUB (DRM), PDF und MOBI, JPEG, GIF, PNG und TIFF, TXT, HTML, XHTML und RTF, CBZ und CBR
Preis: 125 € (bei redcoon.de)

Nachdem ich nun schon seit Jahren begeistert mit meinem Kindle lese wollte ich doch noch einen zweiten Reader zum Lesen von epubs mit Adobe DRM. Zum Zeitpunkt meines Kaufs war der Tolino Shine am weitesten verbreitet, dieser hat mich jedoch wegen seiner Optik und diverser Testberichte nicht wirklich überzeugt.
Meine Wahl fiel daher auf den Kobo Aura, diesen gibt es zwar auch in der Version Kobo Aura HD, ich wollte jedoch einen möglichst handlichen und leichten Reader, der auch vermehrt unterwegs im Einsatz sein soll. Kurz und gut: dafür ist der Kobo Aura ideal! Er ist mit 174 Gramm deutlich leichter als die beiden anderen Reader im Test und liegt trotz (dank?) seiner sehr kleinen Maße perfekt in der Hand. Auch die Verarbeitung ist überzeugend: die Vorderseite hat mich durch das randlose, blendfreie Display begeistert. Es gibt keine nervige Kante in der sich Staub und Fusseln sammeln können, die gesamte Vorderseite des Readers bildet eine ebene Fläche. Die geriffelte Rückseite liegt rutschfrei in der Hand.
Auch die Darstellung überzeugt, das Display ist selbst bei sehr feinen Schriftarten gestochen scharf und die Beleuchtung ist sehr gleichmäßig und nahezu stufenlos von 0 – 100% anpassbar. Eine Besonderheit ist, dass die Beleuchtung separat durch einen Knopf am Gehäuse aktiviert wird, so dass man ohne Unterbrechung des Lesens einfach nach dem Knopf tasten und die Beleuchtung aktivieren kann.
Die Einstellungsmöglichkeiten des Kobo haben mir gut gefallen, es stehen 12 verschiedene Schriftarten zur Auswahl, Schriftgröße, Zeilenabstand und Ränder können jeweils individuell angepasst werden und auch die Ausrichtung des Textes ist frei bestimmbar.
Die Reaktionsgenauigkeit des Kobo ist sehr gut, lediglich beim Markieren von interessanten Textstellen kam es bei mir immer wieder zu kleineren Ungenauigkeiten. Die Auswahl einzelner Wörter hat jedoch sehr gut funktioniert.
Die Reaktionsgeschwindigkeit des Kobo ist dagegen etwas zwiespältig, vom Einschalten des Readers, bis er lesefertig zur Verfügung steht, vergehen einige Sekunden. Ärgerlich ist zusätzlich, dass man nicht direkt im Buch landet, sondern jedes Mal über das Hauptmenü neu das Buch auswählen muss. Die Reaktionsgeschwindigkeit beim Umblättern in einem Buch oder beim Navigieren in den Menüs ist dagegen sehr schnell und funktioniert nahezu ohne Verzögerungen.

 

Die Darstellung der Bibliothek und des Hauptmenüs finde ich sehr gelungen. Auf dem Hauptmenü wird immer das zuletzt gelesene Buch angezeigt und kann so direkt ausgewählt werden. In der Bibliothek stehen eine Listenansicht und eine Coveransicht zur Verfügung, auch bei der Listenansicht können Miniaturen der Coverbilder mit angezeigt werden.
Insgesamt wirken die Menüs und Strukturen des Kobo intuitiv und sind optisch sehr ansprechend gestaltet. Für Fans von Social Reading stellt „Kobo Reading Live“ eigene Funktionen zur Verfügung: dort können Auszeichnungen erworben werden oder interessante Buchstellen via Facebook mit Freunden geteilt werden. Auch die Anbindung an den Kobo Shop ist gelungen umgesetzt, leider stehen nicht für alle Bücher Leseproben zur Verfügung.
Auch das Beladen des Kobo mittels Adobe Digital Editions hat bei mir ohne Probleme geklappt, der Reader wurde sofort erkannt und die Bücher werden fehlerfrei in die Bibliothek übernommen.
Insgesamt war der Kobo für mich eine sehr gute Wahl, leider fehlt mir der Vergleich zum aktuellen Tolino Vision, dem Tolino Shine jedoch hätte ich das Gerät jederzeit wieder vorgezogen. Der Kobo Aura ist ein Reader der „was fürs Auge“ bietet und bei dem in allen Punkten viel Wert auf Ästhetik und Verarbeitung gelegt wurde. Für mich ist er eine super Ergänzung zum Kindle Paperwhite.P.S.
Der Kobo Aura ist nicht ganz so verbreitet wie der Kindle, doch auch hier finden sich schöne Hüllen. Ich habe mich für eine günstige aber zugleich optisch schöne und leichte Hülle von Gecko Covers entschieden, die den tollen leichten Reader nicht unnötig beschwert.

Previous Post Next Post

1 Comment

  • Reply Méditerranée April 26, 2014 at 1:52 pm

    Danke für Deinen Bericht! Ich glaube, dass ich den Kobo Aura nehmen werde, der Tolino gefällt mir optisch nicht wirklich 🙁
    Kindle möchte ich nicht weil ich gerne Bücher von der Onleihe meiner Bücherei lesen möchte.
    Bis jetzt habe ich keinen E-Reader und bin gespannt ob ich mich daran gewöhnen werde.
    Liebe Grüße
    M.

  • Leave a Reply

    %d Bloggern gefällt das: