Erzählung, Fiktion

Rezension: Hannahs Traum von Diane Hammond

Ich bin auf einem anderen Buchblog auf „Hannahs Traum“ gestoßen, irgendwann im Rahmen der Montagsfrage. Leider habe ich mir nicht gemerkt wo genau das war, das Buch aber ist sofort auf meiner Wunschliste gewandert und mir einfach nicht aus dem Kopf gegangen.

„Hannahs Traum“ von Diane Hammond
352 Seiten
19,90 € (Hardcover)
Die Hardcover Variante gibt es mittlerweile auch schon wirklich günstig gebraucht.

Samson Brown ist Tierpfleger im kalifornischen Biedelman-Zoo. Seit vierzig Jahren kümmert er sich dort um die Elefantenkuh Hannah. Sam liebt seine Elefantendame innig, weiß jedoch, dass er körperlich nicht mehr lang in der Lage sein wird, sich um sein „Mädchen“ zu kümmern. Er möchte dafür sorgen, dass die Elefantendame einen schönen Lebensabend verbringen kann. Ganz einfach ist das allerdings nicht. Als eine neue, junge Tierpflegerin angestellt wird bringt diese nicht nur frischen Wind in Sams Alltag, sondern auch einige Ideen, wie Hannahs Leben verbessert werden kann.
„Hannahs Traum“ ist ein absolutes Wohlfühl-Buch. Zwar ist die Handlung an einigen Stellen wirklich traurig, aber Sams Liebe zu Hannah (und natürlich seiner Frau) sowie die unglaublich starke Freundschaft der Protagonisten untereinander versprühen so viel gute Laune, dass es richtig gut tut. Einfach wunderschön. Damit aber nicht alles zu „glatt“ läuft gibt es natürlich auch einen bösen und skrupellosen Kontrahenten, der Hannah und ihren Unterstützern das Leben schwer machen möchte. In diesem Fall ist das die Zoodirektorin, die in Hannah eine reine Attraktion sieht und sich selbst als „Mrs. Biedelmann“ vor den Zoobesuchern mit ihren Geschichten von wilden Elefanten wichtig machen möchte. Doch so unsympathisch dieser Charakter handelt, die Autorin stellt auch dabei die menschlichen Beweggründe dar und macht auch diesen Protagonisten auf seine Art liebenswert.
Vielleicht ist das Buch ein bisschen zu viel heile Welt, alles ist fast zu glücklich und selbst Probleme werden so wunderschön gelöst, dass es nicht real wirkt. Aber ehrlich? An manchen Tagen ist die Realität wohl aufwühlend und anstrengend genug, Pause vom Alltag kann man dann am besten in so einer Geschichte machen.
Dazu kommt für mich, dass ich Elefanten einfach faszinierend finde. Diese großen aber irgendwie sanft wirkenden Wesen, mit einem tollen Zusammenhalt und einem wohl unschlagbaren Gedächtnis haben es mir einfach angetan. Vielleicht ist das eine verklärte, durch liebevolle Tierdokumentationen gestärkte Sicht, aber dieser elefantentypische Zusammenhalt einer „Herde“ (auch wenn es hier ganz menschliche Protagonisten sind) wirkt in diesem Buch authentisch umgesetzt und hat mich völlig erweicht.

4 von 5 Leseratten für ein sehr schönes Buch, das vielleicht nicht ewig wegen der ausgefeilten Story im Gedächtnis bleibt, aber das eine Stimmung versprüht, die man noch sehr lange fühlen kann.

Das Buch in einem Tweet: „Hannahs Traum“ ist perfekte Wohlfühl-Lektüre für (kommende) Herbstabende, am Besten genossen mit Kakao und Keksen (Serviervorschlag).
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1 Comment

  • Reply Janine Brandstetter September 13, 2014 at 8:48 pm

    Das klingt nach einer ganz tollen Lektüre. Werde ich mir auf jeden Fall merken. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, in dem ein Elefant drin vorkam (Der Hundertjährige…) hat sich auf die Liste meiner Lieblingsbücher hinzugesellt. 😉

    Alles Liebe,
    Janine

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