Film

Filmfreitag: Ruhet in Frieden – A Walk Among The Tombstones

Eigentlich schauen wir vor jeder Sneak in die Kinovorschauen und überlegen, auf welchen Film wir hoffen sollen. Diesmal waren wir ziemlich abgekämpft von einer stressigen Woche und haben uns so mehr mit dem Essen vorab und dem Popcorn im Kino beschäftigt. Der Film traf uns völlig unvorbereitet.

RIF.PL_A3_RZ.indd„Ruhet in Frieden – A Walk Among The Tombstones“
Universum Film
Kinostart: 13.11.2014
Spiellänge: 115 Minuten
FSK 16

Matthew Scudder beendete seine Karriere bei der Polizei nach einem tragischen Unfall während eines Einsatzes: betrunken im Dienst geriet er in eine Schießerei, bei der durch seine Schuld auch Unbeteiligte verletzt wurden. Er quittierte den Dienst und schlägt sich nun als Privatdetektiv durch (Achtung, Klischee!). Als ein Junkie aus seiner AA-Gruppe ihn um Hilfe bittet, ahnt Scudder nicht, dass dieser neue Fall ihm die Gelegenheit bietet all seine Erfahrung noch einmal für einen guten Zweck zum Einsatz zu bringen.

Bei mir hat “Ruhet in Frieden” einen Nerv getroffen: ich mag diese ganz klischeemäßigen Geschichten. Scudder ist als Privatdetektiv und ehemaliger Polizist ja quasi ein prototypischer Protagonist. Für mich hat da auch Liam Neeson perfekt gepasst, die ganze Menge “harter Hund” und das bisschen “netter Papa” seiner Rolle hat er wunderbar transportiert. Aber auch die übrigen Protagonisten haben zu dieser Art Geschichte gepasst, wie die Faust aufs Auge: der sympathische Sidekick mit der seltenen Krankheit (dazu noch ein Waisenkind)  gehören genau so dazu, wie der vertrottelte Junkie und die eigentlich herzensguten Drogendealer.

“Ruhet in Frieden” hat mir Spaß gemacht. Die Ermittlungsarbeit von Scudder wird filmisch toll aufbereitet: in schnellen Bildwechseln werden Scudders zahllose Befragungen zusammengeschnitten, Beschreibungen des Falls werden durch Rückblenden zum damaligen Geschehen untermalt. Der Film bleibt dadurch abwechslungsreich und die Ermittlungen entwickeln sich quasi wie in einem Buch Stück für Stück, bis die Zusammenhänge des Falles endlich klar werden. Für Susi war es an dieser Stelle übrigens vermutlich etwas weniger spannend: für sie dauerten diese Ermittlungen scheinbar einfach zu lang und der Fall an sich konnte sie nicht so fesseln wie mich.

Insgesamt ist “Ruhet in Frieden” ein netter Krimi der (je nach Stimmung und Vorlieben) gut Unterhalten kann. Für mich verbreitete der Film einen gewissen King-Charme: sympathische aber “unperfekte” Charaktere, eine atmosphärische Kulisse und eine Geschichte die Spannung mit einem Hauch Horror und Action garniert. Wäre das Ende des Films nicht so völlig unverständlich und zusammenhangslos daher gekommen, hätte ich den Film richtig gut finden können. Da er für mich aber auch eher zur Kategorie “gute Vorabendunterhaltung” und nicht zu den echten Filmperlen zählt, gibt es unterm Strich 4 von 5 Kinoratten.

4Kinoratte

Der Film in einem Tweet: „Ruhet in Frieden“ ist nette Unterhaltung: Ein Krimi mit einem Hauch von King Charme, sympathischen Charakteren und interessanter Handlung.

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