Im Rattenbau, In Aktion

Liebe Autoren,

Auch wenn es vielleicht manchmal anders wirkt: wir freuen uns wirklich über eure Mails! Zumindest, wenn sie ein paar einfache Kriterien erfüllen. Keine Angst, das klingt komplizierter, als es ist…

  • „Hallo du” ist keine schöne Anrede. Es würde mich freuen zu erkennen, dass ihr wisst an wen ihr die Mail richtet. Ob „du“ oder „Sie“ nehme ich dann gar nicht krumm, eine höfliche Ansprache ist mir aber wichtig.
  • Wir stellen uns auf der Seite „Über uns“ vor. Es wäre schön, auch kurz etwas über euch zu erfahren.
  • „Ich bin durch Zufall über deinen Blog gestolpert“  ist wenig aufschlussreich und bedeutet im Zweifel folgendes
    „ich kann Google bedienen“
    “ich habe die Bloggerliste bei lesestunden.de durchgeklickt“
    Gar nicht so wichtig. Viel mehr interessiert mich, warum ihr wollt, dass euer Buch auf readpack.de vorgestellt wird. Es passt zu unseren Vorlieben oder bisher vorgestellten Titeln bzw. Themen? Perfekt, sprecht lieber darüber.
  • Sollte euer Buch überhaupt nicht zu uns passen, investiert eure Energie lieber in einen anderen Blog. Ich lese keine erotischen Romane oder esoterischen Selbsthilfebücher. Sorry, da werde ich eurem Buch nicht gerecht werden können!
  • „Mein eBook findet sich im Anhang“ klingt für mich nach „dann muss ich mir nicht die Mühe machen, noch mal Kontakt zu euch aufzunehmen“. Das ist vielleicht effizient, sympathisch aber irgendwie nicht. Mir persönlich ist es lieber, ihr gebt einen Hinweis auf die Leseprobe (via Link oder im Anhang).*
  • Bitte, schreibt in ganzen Sätzen. Das sollte selbstverständlich sein, schließlich habt ihr gerade einen ganzen Roman verfasst. Trotzdem erreichen uns häufig Mails mit Satzfragmenten „wollte XY zur Rezension anbieten. Eben erschienen.“ das bildet kein Vertrauen in eure schriftstellerischen Fähigkeiten.
  • Nein, wir verfassen keine “Rezessionen” Zwinkerndes Smiley

Ich hoffe, ihr versteht mich nicht falsch. Diese Auflistung soll weder überheblich noch fordernd klingen. Ich wünsche mir nur, dass wir statt Massenmails direktere Kontakte zwischen Bloggern und Autoren aufbauen. Das bringt beiden Seiten mehr.
Ich kann vermutlich auch dann nicht jedes Buch lesen, das mir angeboten wird (manchmal passt es schon einfach für den Moment nicht zur aktuellen Leselust), aber ich bin wirklich bemüht euren Anfragen gerecht zu werden. Das würdet ihr mir damit sehr erleichtern.

Vor Kurzem erreichte mich übrigens eine Anfrage, die genau diese Kriterien erfüllte, dazu freundlich und nicht drängend formuliert war. Diese Mail hat mich ehrlich begeistert und ich werde das Buch demnächst lesen. Ich freue mich schon sehr darauf!

Viele Grüße aus dem Rattenbau,
eure Alexandra

 

* Ein ebook im Anhang ist in seltenen Fällen okay und zwar dann, wenn ihr euch zu 100% sicher seid, dass es in den Rattenbau passt.

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7 Comments

  • Reply Ramona Mai 18, 2016 at 11:14 am

    Liebe Alexandra,

    danke, für diesen Beitrag! 🙂
    Das musste mal gesagt werden.

    Liebe Grüße,
    Ramona

  • Reply Evy Mai 18, 2016 at 1:14 pm

    Der Beitrag hätte fies werden können, aber du kommst sehr nett rüber, weil du gut begründest!

    Die Anrede ist mir nicht so wichtig, aber das warum ist gut 🙂 Schwierig finde ich die Frage mit dem Anhang. Auf mich löst ein E-Book im Anhang immer Druck aus, auf eine Leseprobe zu verlinken hat aber auch wenig Charme. Ich glaube, cool wäre eine Leseprobe auf der Autoren-Seite, die speziell auf Rezensenten zugeschnitten ist- entweder thematisch oder indem man mehr als den Anfang des Buches reinstellt 🙂

    • Reply Alexandra Mai 18, 2016 at 2:59 pm

      Liebe Evy,

      der Beitrag sollte auch auf keinen Fall „fies“ rüberkommen. Er ist entstanden, weil ich mich wirklich gefreut habe, wie schön auch solche spontanen Mails sein können, wenn sie die gängigen Fehler meiden. Natürlich habe ich auch andere tolle Mails bekommen, die sind in der letzten Zeit aber zwischen den vielen „hier schau, mein Buch“-Anfragen leider total untergegangen. Das tat mir wirklich leid.
      Der Beitrag sollte also eigentlich nur sagen, dass wir uns (trotz allem Gemecker von „uns Bloggern“) wirklich freuen wenn man mit uns individuell Kontakt aufnimmt.

      Wie die Kriterien für den einzelnen Blogger sind, mag ich nicht zu beurteilen. Die Ansprache ist mir z.B. (schon aus meinem beruflichen Umfeld) wichtig, das mag anderen anders gehen. Auch deine Argumente zu den angehängten eBooks bzw. dem Für und Wider zu Leseproben, finde ich verständlich.
      Autoren sollten wohl auch keine Angst haben und man kann (und soll!) nicht immer allen alles recht machen, aber ich denke alle Blogger freuen sich über eine freundliche und individuelle Kontaktaufnahme 🙂

      Viele Grüße
      Alexandra

  • Reply Mic Mai 23, 2016 at 2:59 pm

    Hallo Alexandra,

    danke für den sehr differenzierten Beitrag, der auch bei mir als (vielleicht demnächst) Selfpublisher nicht den EIndruck hinterlässt, dass hier Autoren abgekanzelt werden sollen. Erschreckend, dass manche deiner Hinweise wirklich an Menschen weitergegeben werden müssen, die sich semiprofessionell mit Sprache beschäftigen!

    Viele Grüße
    Michael

  • Reply Bloggeralphabet: J wie Journalismus – The Read Pack Juni 3, 2016 at 4:54 pm

    […] auch mal nach Belieben und schreibe Artikel, die mir spontan auf der Seele liegen (zum Beispiel “Liebe Autoren” vor Kurzem). Wie bei einigen anderen Themen schon angesprochen, bemühen wir uns mit dem Blog um […]

  • Reply Lovely Bloggestöber #7 | Lovely Mix Juni 8, 2016 at 6:12 am

    […] Blogger machen das schließlich in dem bisschen Freizeit was man neben Job und Leben noch so hat. Read Pack schreibt passend dazu noch eine kleine „Anleitung“ darüber, wie so eine Copy&Paste […]

  • Reply Stöberrunde #5 | Fluchtpunkt Lesen Juni 17, 2016 at 5:02 am

    […] vom Readpack ist reichlich […]

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