Erzählung, Fiktion

Buchtipp: Das Bild aus meinem Traum von Antoine Laurain

“Das Bild aus meinem Traum” von Antoine Laurain erreichte mich im letzten Jahr im Rahmen einer Bloggeraktion aus dem Hause Atlantik Verlag. Obwohl ich nicht der allergrößte Fan von französischer Literatur bin, habe ich mich an dieses kleine Buch gewagt und wurde positiv überrascht. Eine echte Rezension oder Literaturempfehlung kann ich für “Das Bild aus meinem Traum” trotzdem nicht schreiben, irgendwie ist da zu wenig “Futter” worüber ich sprechen möchte.

Daher die Idee, euch diesen Titel als kurzen Buchtipp ans Herz zu legen. Für mich war “Das Bild aus meinem Traum” zwar eine nette Lektüre, eignet sich aber meiner Meinung nach vor allem gut als Geschenk für Gelegenheitsleser sowie Menschen, die einen Faible für Kunst beziehungsweise Antiquitäten oder Frankreich haben. Ein Buch das thematisch einige Leser erfreuen könnte, mich aber literarisch nicht nachhaltig beeindruckt hat.

Die Idee der Geschichte ist trotzdem charmant. Es geht um Monsieur Chaumont, einen etwas kauzigen und eigenwilligen Antiquitätensammler. Er hortet eine ganze Menge alter und schöner Dinge um sich, genießt ihr historisches Flair und könnte so stundenlang in seiner Welt versinken. Auf einem seiner Streifzüge durch die Pariser Auktionshäuser entdeckt er eines Tages ein Gemälde, das seinen exakten Doppelgänger zu zeigen scheint. Oder gar ihn selbst? Völlig aufgelöst kauft Chaumont das Bild, forscht nach seiner Herkunft und reist den Spuren des Bildes hinterher.

Für eine nette Geschichte zwischendurch hat “Das Bild aus meinem Traum” dann auch eigentlich alles, was man benötigt: eine sympathische (und eben etwas eigensinnige) Hauptfigur und eine schöne Atmosphäre. Trotz der gerademal 190 Seiten beschreibt Antoine Laurain in dieser Geschichte nämlich alle Schauplätze und Szenerien mit einer besonderen Liebe fürs Detail. Der Blumengarten eines französischen Weinguts entstehen vor meinem inneren Auge genau so bildreich wie die eigenwillige Antiquitätensammlung des Monsieur Chaumont. Einfach ein Buch zum Entspannen und Genießen.

Für echte Vielleser und Leseratten könnte die Lektüre etwas unspektakulär werden, da die Handlung wenig Wendungen und Überraschungen bietet und eher gemütlich voranschreitet. Leider fehlte mir auch die “tiefere Ebene” hinter der eigentlichen Handlung, das ist zwar entspannend, bietet aber einfach wenig Futter für Leser, die über ihre Bücher gern noch etwas länger nachdenken möchten.

“Das Bild aus meinem Traum” von Antoine Laurain, übersetzt von Sina de Malafosse, erschienen im Atlantik Verlag, 191 Seiten, 20,00 € (Hardcover)

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1 Comment

  • Reply Jürgen Albers (@dr_juergen) März 21, 2017 at 6:32 pm

    Ihr Lieben,
    eine schöne, kleine Rezension. Ich finde es sehr angenehm, dass Ihr auch Büchern einen Platz bietet, die nicht spektakulär, bestsellerisch, bahnbrechend daherkommen. Auch Bücher zum Entspannen muss es geben und letztlich hört sich das Buch nicht unsympathisch an. Also danke für diese Besprechung.
    Liebe Grüße
    Jürgen
    P.S. Wenn der Osterhase durchgehoppelt ist, kommt vielleicht doch noch ein Überraschungsei 😉

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