Entdeckt, Im Rattenbau

Ein Blick in die Verlagsvorschau von… Dumont Verlag

Die Vorschau des Dumont Verlags ist im Herbst 2017 besonders wunderbar. Eine Menge toller Titel, die ein riesiges Spektrum an Themen und Erzählformen abdecken. Das lohnt einen zweiten und dritten Blick und ich bin fast ein wenig traurig, dass ich nicht schon im Rahmen der Blogger-Vorschau-Aktion eine Gelegenheit hatte vorab in Vorschauen und ausgewählte Bücher zu schnüffeln. Aber digital geht das natürlich auch sehr gut, so kann ich einfach weiter die Wunsch- und Leselisten füllen und euch heute meine drei Favoriten der aktuellen Neuerscheinungen vorstellen!

“Heimkehren” von Yaa Gyasi
Erscheint am 22. August 2017

Wieder ein Buch, dass ich auch (aber nicht nur) wegen meiner literarischen Weltreise unbedingt lesen möchte. Es erzählt von zwei Schwestern, aufgewachsen im Ghana des 18. Jahrhunderts, und ihren Lebenswegen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die eine einen reichen Engländer heiratet, der durch Sklavenhandel zu Geld gekommen ist, wird die andere als Sklavin nach Amerika verkauft. Aus diesen zwei Wurzeln gehen Kinder und Kindeskinder hervor, deren Lebenswege so völlig unterschiedlich vorgezeichnet sind. Bis ins 20. Jahrhundert hinein haben die Generationen nach den beiden Schwestern mit diesen unterschiedlichen Grundvoraussetzungen zu schaffen, kämpfen mit unterschiedlichen Problemen.
Ich bin völlig gespannt wie es die Autorin schafft diese wirklich groß angelegte Geschichte zu erzählen. Eine Erzählung die mich historisch und kulturell interessiert, aber eben auch anspruchsvolles Futter fürs Herz werden könnte. Unbedingt Lesen!

“Der böse Mensch” von Lorenz Just
Erscheint am 22. August 2017

Ich kann mich nur ganz selten für Kurzgeschichten und Erzählungen erwärmen, habe aber “Der böse Mensch” von Lorenz Just sofort auf meine Liste gesetzt. Ein Buch, dessen verschiedene Kurzgeschichten sich alle um böse Menschen drehen, darum wo wir die Bösartigkeit im Alltag treffen, macht mich sofort neugierig. Ich habe (zum Glück) selten Kontakt zu “bösen Menschen” und weiß gar nicht, wie ich “das Böse” in meinem Leben definieren würde. Haben wir heute eigentlich noch Kontakt mit “dem Bösen”? Was ist das eigentlich? Wer ist böse und warum? Spannende Fragen, über die man am Besten mittels Literatur nachdenken kann.

“Was man von hier aus sehen kann” von Mariana Leky
Erscheint am 18. Juli 2017

“Was man von hier aus sehen kann” ist wieder ein Buch für meinen “skurrile Geschichten und irre Figuren”-Faible. Es geht um Selma, eine Westerwälderin, die den Tod kommen sehen kann. In Form eines Okapis. In ihren Träumen. Verrückt? Ja, finde ich auch. Und trotzdem irgendwie auch so liebenswert schräg, dass ich mich nun dringend frage was das Okapi im Westerwald tut und warum dann Dorfbewohner sterben müssen. Ich mag solche Bücher, mit Humor und Herz und vielleicht (hoffentlich) ein bisschen Botschaft in tollen Geschichten. Ich glaube das könnte ideale Urlaubslektüre werden.

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