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Montagsfrage # 20 von Libromanie

 

Ich habe Urlaub und die Montagsfrage von Libromanie passt ideal zu mir, also antworte ich heute allein. Ich bin nämlich ein absoluter Buch-Junkie und habe immer Bücher auf meiner Wunschliste. Also beantworte ich gern die Frage:

„Welche 5 Bücher stehen ganz oben auf deiner Wunschliste?“

Ganz oben auf meiner Wunschliste steht im Moment „Die amerikanische Nacht“ von Marisha Pessl. Ich habe mich in die Aufmachung des Buches und die Geschichte spontan verliebt.

Ashley ist tot – gerade mal vierundzwanzig – eine Leiche in einer verlassenen Lagerhalle Manhattans. Ein Unfall? Oder Selbstmord? Und was hat Cordova – der übermächtige Vater und besessene Filmemacher mit ihrem Tod zu tun? Der Schlüssel zum Geheimnis liegt in seinen magischen Filmen, die nach und nach zu einer Wirklichkeit werden, aus der es kein Entkommen gibt.
Ein Meisterwerk – souverän, tödlich, perfekt.

Gleich danach kommt „Das dunkle Kind“ von Margaret Forster. Ich gebe zu, dass ich hier erstmal schlicht und ergreifend vom Titel angelockt wurde (mein Kopf hatte sofort die spannendsten Ideen was sich dahinter verstecken könnte) die Geschichte klingt dann auch passend dazu sehr spannend.

Warum wird ein Kind schuldig? Margaret Forster erzählt in ihrem neuen Roman von der dunklen, rätselhaften Seite der Kinderseele. Die achtjährige Julia darf Brautjungfer sein auf der Hochzeit ihrer schönen Cousine Iris. Eine lästige und teure Familienverpflichtung in den Augen ihrer Mutter, aber Julia ist überglücklich. Nicht lange danach fällt jedoch ein Schatten auf ihr noch junges Leben: Als ihr das Baby der Cousine während einer Spazierfahrt mit dem Kinderwagen umkippt und es danach aus unerklärlichen Gründen stirbt, fühlt sie sich unendlich schuldig. Jahrzehnte später arbeitet Julia als Kinderpsychologin. Ihre jungen Klienten sind verhaltensauffällig: Sie stehlen, lügen, brennen durch oder wollen nicht essen und tragen alle ein dunkles Geheimnis in sich. Julia versucht, ihnen zu helfen, und wird dabei mit ihren eigenen verdrängten Schuldgefühlen konfrontiert.

Die Nummer drei auf meiner Wunschliste ist dann weniger düster, sondern eher berührend. „Hannahs Traum“ von Diane Hammond klingt nach einer Geschichte mit viel Liebe.

»Samson Browns Liebe galt genau zwei Dingen auf dieser Welt: seiner Frau und seiner Elefantendame.« Seit einundvierzig Jahren kümmert sich der schwarze Pfleger im kalifornischen Biedelman-Zoo um »seine« Hannah. Er ist alt geworden und müsste längst in den Ruhestand gehen. Doch wer wird sich dann um die Elefantin kümmern? Wer wird ihr Donuts zum Frühstück bringen und sich abends im Stall mit ihr alte Spielfilme ansehen, damit sie nicht so allein ist? Als die quirlige Neva auftaucht, eine Expertin im Umgang mit Dickhäutern, schöpft Samson neue Hoffnung und erzählt ihr von seinem wiederkehrenden Traum: Hannah unter ihresgleichen in einer großen Herde, mit Gras statt Beton unter den Füßen. Doch ausgerechnet jetzt soll Hannah zur wichtigsten Attraktion des Zoos werden.

Die Nummer vier ist vielleicht ein bisschen geschummelt, denn „Das Jahr der Flut“ von Margaret Atwood führt die Geschichte um die Welt von „Oryx und Crake“ weiter, betrachtet aber andere Figuren und kann auch separat gelesen werden. Und da ich es unbedingt (!) lesen muss, kann ich es nicht außen vor lassen.

Es ist das Jahr der Flut, der »wasserlosen Flut«. Eine tödliche Pandemie ist über die Menschheit hereingebrochen, nur einige wenige konnten sich retten: Hoch über den Dächern der Stadt leben sie, die Gottesgärtner, bei denen die robuste Toby und die zarte Prostituierte Ren Zuflucht gefunden haben. In ihrem biologisch bepflanzten Garten Eden kämpfen sie ums Überleben in einer Welt, die unter der Herrschaft verantwortungsloser und machtgieriger Großkonzerne zugrunde gegangen ist. In Das Jahr der Flut entwirft Atwood aufs Neue eine Zukunft, deren Realität weniger fern liegt, als wir uns womöglich eingestehen möchten. Dieser Erzählerin folgt man mit größtem Vergnügen, wohin sie will, auch bis ans Ende unserer Welt.

Die Nummer fünf auf meiner Wunschliste ist eine moderne Fabel, von der ich schon viel gehört habe und die witzig aber auch philosophisch klingt: „Das Huhn das vom Fliegen träumte“ von Sun-Mi Hwang. Das ist genau mein Ding.

Gelangweilt von ihrem monotonen Dasein, bricht die Legehenne Sprosse eines Tages aus ihrem Gehege aus. Doch das Leben in Freiheit ist viel härter und unbarmherziger, als sie es sich vorgestellt hat. Bis sie in einem verlassenen Nest ein Ei findet und neue Hoffnung schöpft: Die Freiheit birgt nämlich auch das größte Glück.

 

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