Lebensart, Reise

Buchtipp: 1000 Places To See Before You Die. Deutschland, Österreich & die Schweiz + Verlosung

Ich bin bekanntermaßen eher eine Lese- als eine Wanderratte. In der letzten Zeit habe ich aber immer mehr Gefallen an vielen kurzen Ausflügen gefunden. Irgendwo am Wasser oder im Wald spazieren gehen, die Sonne und den Wind genießen. Auch für Museen kann ich mich begeistern und arbeite mich noch durch das große Angebot meiner Wahlheimat Frankfurt.

Um für meine Ausflüge ein bisschen mehr Inspiration zu finden, habe ich mir „1000 Places to see before you die – Deutschland, Österreich & die Schweiz“ angesehen. Für mich sind große Urlaube logistisch immer eine ziemliche Herausforderung. Mit dem Rollstuhl ist manches Abenteuer einfach eher nervenaufreibend als inspirierend. Ein paar mehr Touren in der näheren und ferneren Umgebung, möchte ich aber durchaus machen.

Für mich sind diese 1000 Orte dabei definitiv keine „bucket list“ bei der ich überhaupt irgendeinen Anspruch auf „das möchte ich alles schaffen!“ habe. Ich möchte mich viel mehr inspirieren lassen und Plätze erkunden, die ich sonst vielleicht nicht entdeckt hätte.

Und da kommt leider auch schon mein erster Kritikpunkt. Auf den ersten Blick sind die 1.000 Orte sehr plakativ gewählt und bieten wenige „Geheimtipps“. Denn davon abgesehen, ob man den „Kölner Karneval“ nun gesehen haben „muss“, von ihm gewusst hat man sicherlich auch ohne dieses Buch. Auch andere Plätze wie die „Kölner Altstadt“ und der „Frankfurter Römer“ waren wenig überraschend.
Viel besser gefallen haben mir die Einträge zu kleinen Museen und Klöstern, die ich sonst eher nicht entdeckt hätte. Davon hätte ich mir mehr gewünscht.

Insgesamt scheint die Sammlung etwas einseitig. Es sind wenige, dafür sehr beeindruckende Orte in der Natur (wie die Knoblauchsaue in Groß-Gerau oder der Reinhardswald), stattdessen viele Einrichtungen aus Kunst und Kultur. Ein bisschen einseitig empfinde ich die Zusammenstellung auch in anderer Hinsicht: die neuen Bundesländer haben nicht per Definition weniger sehenswerte Plätze, sind aber ziemlich dünn vertreten. Da stehen nur 26 Seiten in Brandenburg oder 30 Seiten in Thüringen ganzen 135 in Bayern entgegen. Ein Ungleichgewicht, das beim Verlag doch hätte auffallen müssen?

Trotzdem lädt das Buch zum Blättern und Stöbern ein. Kurze informative Texte und Bilder der jeweiligen Sehenswürdigkeit geben einen schönen Eindruck davon, was es zu entdecken gilt. Der Urlaub im Reinhardswald mit seinen tausendjährigen Bäumen ist schon fast gebucht. Den Sinn, nämlich für die schönen und sehenswerten Ecken meiner Heimat zu begeistern, hat das Buch damit voll erfüllt.

Ein kleiner Nachtrag noch mal zum „müssen“. Ich habe ein kleines Problem mit dem „muss man gesehen haben“ an sich, würde das hier aber nicht so negativ sehen. Ich habe mir unter „1000 places to see before you die“ einfach Orte vorgestellt, die mich beflügeln würden und die ich hoffentlich dringend gesehen haben will.

Jetzt gibt es noch ein Goodie für die wagemutigeren Wanderratten unter euch. Der Verlag hat mir netterweise sowohl die „1000 places to see before you die“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz, als auch die Weltedition zur Verfügung gestellt. Weil ich diese aber definitiv nicht ausgiebig austesten kann, möchte ich damit einen meiner Leser glücklich machen.

Einfach unter diesem Beitrag bis zum 31.10. kommentieren, welchen Reise-Geheimtipp du für mich hast. Wo sollte ich unbedingt mal hinfahren?

 

„1.000 Places To See Before You Die. Deutschland, Österreich & die Schweiz“ erschienen im Vista Point Verlag, 1168 Seiten [Werbung, Verlinkung]

 

Teilnahmebedingungen
  • Das Gewinnspiel läuft bis zum 31.10.2018 24:00 Uhr. Danach abgegebene Kommentare werden nicht mehr akzeptiert.
  • Mitmachen kann jeder Leser aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Gewinn wird mit DHL versendet. Für verlorengegangene Sendungen kann ich leider keine Haftung übernehmen.
  • Die Teilnehmer müssen 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis der Eltern vorliegen.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich! Der Gewinn wird so versendet, wie im Gewinnspiel angegeben. 
  • Jeder Kommentar nimmt nur einmal am Gewinnspiel teil. Mehrfachkommentare sind ungültig und erhöhen nicht die Gewinnchance.
  • Gewinner werden unter dem jeweiligen Kommentar im Post bekannt gegeben, falls ihr (im Blog) eine E-Mail Adresse angegeben habt, werdet ihr dort kontaktiert. Habt ihr keine Adresse angegeben prüft bitte nach Ablauf des Gewinnspiel selbst, ob ihr evtl. gewonnen habt und sendet mir eure Adresse per Mail zu. Meldet sich nach 7 Tagen keiner, wird noch einmal neu ausgelost und der Gewinnanspruch verfällt. 
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
  • Ich behalte mir das Recht vor, das Gewinnspiel vorzeitig zu beenden oder auszusetzen, wenn dringende Gründe dafür vorliegen.
  • Ausgelost wird mit random.org
  • Wenn du am Gewinnspiel teilnimmst, dann akzeptierst du diese Bedingungen. Alle persönlichen Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet und anschließend von mir gelöscht.
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12 Comments

  • Reply Sina Oktober 10, 2018 at 10:49 pm

    Ich habe zwei sehr unterschiedliche Empfehlungen.
    A) die Hängeseilbrücke „Geierlay“ bei Mörsdorf in Rheinland-Pfalz. Es ist fast mit einer Urwaldbrücke zu verwechseln, man sollte nur morgens vor 9:30 Uhr da sein. Und keine Höhenangst haben…
    B) Die Zuschauertribühne der Bregenzer Festspielbühne (Seebühne). Ganz großartiger Platz, ich liebe den Blick auf die wahnsinnigen Bühnenbilder. Nur abends nicht offen da Opernaufführing ;-)
    LG, Sina

  • Reply Falko Oktober 11, 2018 at 9:05 am

    Hallo Alexandra, hallo Susi,
    ich kann euch den Besuch des im tiefsten Ruhrgebiet gelegenen Zollvereins in Essen als unikales vielseitiges UNESCO Weltkulturerbe empfehlen.
    Beste Grüße
    Falko

  • Reply Lena Oktober 11, 2018 at 7:06 pm

    Liebe Alexandra,

    ich war zwar selbst noch nicht dort, habe aber kürzlich Urlaubsfotos von einem Kollegen gesehen, der im Oman war. Das Flussbett Wadi Shab ist ein sagenhaftes Naturschauspiel. Schon auf Fotos sieht es paradiesisch aus. Ich finde, dort sollte man gewesen ein. Mein persönlicher Reise-Geheimtipp für dich!

    Liebe Grüße
    Lena

  • Reply Martina Braun Oktober 12, 2018 at 9:01 pm

    In den schönen Pfälzer Wald… und dort in ne Hütte und lecker Leberknödel essen.

  • Reply Barbara Oktober 29, 2018 at 9:25 pm

    der Bayrische Wald hat schon was :)

  • Reply Heike Köhler Oktober 30, 2018 at 4:09 pm

    Hier mein Tipp: die Beelitzer Heilstätten in der Nähe von Potsdam. Dort gibt es einen Baumpfad von dem aus man in die verfallenen Gebäude schauen kann. Ist sogar barrierefrei :-)

  • Reply celine ciego Oktober 31, 2018 at 7:28 am

    Hallo
    Also ich kann dir Malta sehr empfehlen.
    Medina (hoffentlich hab ich es richtig geschrieben) ist nämlich eine sehr schöne Stadt.
    Und einr Rundtour durch die Playmobil-Fabrik ist auch nicht nur für kleine Kinder interessant.

  • Reply Sarah Schückel Oktober 31, 2018 at 9:29 am

    Liebe Alexandra,

    erst einmal Danke für die Rezension – ich war schon immer neugierig auf diese Bücher und weiß jetzt, dass ich a) nicht alleine bin mit dem Gefühl, dass die Liste kein „Muss“ ist, und b) dass ich ähnlich wie Du neugierig darin herumlesen würde und mich inspirieren lassen würde.

    Ich habe gleich zwei Tipps für Dich, weil es beides Orte sind, die sich sofort in meinem Herzen verankert haben.

    1. Luxemburg Stadt.
    Mein bester Freund ist Luxemburger und als ich ihn besucht habe war diese Stadt ganz neblig (Januar halt) und trotzdem wunderschön. Die Stadt ist auf zwei Ebenen „angelegt“, und man kann vom oberen Plateau irre weit gucken und die untere Stadthälfte bewundern. Dank Fahrstuhl ist das übrigens barrierefrei :) Ein Teil des Jakobswegs ist dort auch (bei mir daheim führt er auch lang, was ich witzig fand, so 800km weit weg). Ich habe aber auch den Besuch beim Archäologischen Museum sehr genossen.

    2. Helgoland
    Wenn Du gönn Cuxhaven aus fährst, ist der Weg aufs und vom Schiff kein Problem und auf der Insel gibt es viele Wege, die extra barrierefrei konzipiert wurden. Und mit dem Fahrstuhl kommt man fix aufs Oberland (ich nehme mit meinem Knie keine 230+ Stufen). Allein die Aussicht! Überall nur Wasser, überall Meeresfeeling pur. Hochseeklima, also sehr mild, und freundliche Menschen… es ist ein Traum. Im Januar wird er für mich wahr – eine Woche darf ich dann dort sein, statt immer nur als Tagesgast – aber auch das lohnt sich!

    Ich wünsche Dir noch ganz viele tolle Ausflüge – und solltest Du mal in Dresden sein, sag Bescheid. Die Stadtführung geht dann auf mich ;-)

    Liebe Grüße
    Sarah (auch als Buchmöwe auf Twitter unterwegs)

    • Reply Alexandra November 3, 2018 at 4:17 pm

      Liebe Sarah,
      gerade hat meine Losfee random.org die Nummer 8 und damit deinen Kommentar ausgespuckt :) Wenn du das Buch immer noch gern haben möchtest, schick mir bitte deine Adresse und es macht sich schnellstmöglich auf den Weg zu dir!
      Viele Grüße,
      Alexandra

  • Reply Judith St. Oktober 31, 2018 at 11:56 am

    Hallo Alexandra,

    zugegeben, ich bin was Reisen betrifft noch nicht so viel herumgekommen in meinem Leben. Daher ist mein Geheimtipp die wunderschöne südhessische Bergstrasse, meine Heimat. Im Sommer ist es hier in der „hessischen Toskana“ weit wärmer als anderswo in Europa. Weinberge, Kultur, Historie- und das alles klein und kompakt inmitten der Großstädte Frankfurt und Heidelberg.

    Über die Lektüre würde ich mich sehr freuen und gerne Inspiration sammeln, damit ich auch mal etwas entdecken kann :)

    Liebe Grüße
    Judith

  • Reply Ramandu Oktober 31, 2018 at 3:28 pm

    Oh, das ist schwierig: gesehen haben sollte man zB die Burg Steins erg, die Kompassnadel des Kraichgau, die auf einem erloschenen Vulkan zwischen Heidelberg und Heilbronn steht und Deutschlands einzige achteckige Burg ist. Sie stammt vom Staufferkaiser Friedrich und wurde von den selben Bauleuten gebaut, die auch Castel del Monte in Italien errichteten (jene achteckige Burg mit acht achteckige Türmen von der italienischen 1 Cent Münze).

  • Reply Debora Oktober 31, 2018 at 8:15 pm

    Auf den schönen Donnersberg (leider nur bedingt barrierefrei) oder eine Tour entlang der Weinstraße und die Sehenswürdigkeiten und den guten Wein genießen :)

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