Entdeckt, Im Rattenbau

Ein ganzes halbes Klischee

Repräsentation von Behinderung in der Literatur

Wann hast du das letzte Mal einen Roman über eine Hauptfigur mit einer körperlichen oder geistigen Behinderung gelesen? Wann trat eine Figur mit einer Behinderung in einer Geschichte „einfach nur so“ auf, ohne dass die Behinderung ihre einzige Funktion in der Handlung war? Wie viele Krimis mit Privatdetektiven im Rollstuhl oder Liebesromane über Liebende mit einer Sehbehinderung kennst du?

Ja, mir geht es da wie dir. Ich kenne solche Bücher kaum. Behinderungen scheinen in der Literatur nicht stattzufinden. Dabei sind Menschen mit Behinderung ein (gar nicht so kleiner) Teil unserer Gesellschaft. Ende des Jahres 2017 lebten in Deutschland 7,8 Millionen Menschen mit einer amtlich anerkannten schweren Behinderung. Das sind ungefähr 9,4 Prozent der Bevölkerung. Nur rund 260.000 davon sind „angeborene Schwerbehinderungen“, das heißt die absolute Mehrheit erwirbt eine Behinderung im Laufe ihres Lebens durch Krankheit oder Unfall. (Quelle: statista)

Behinderung findet in der Literatur nicht statt

Wieso wird aber ein Thema, das uns alle potenziell betrifft, derart wenig und schlecht repräsentiert? Eine Antwort darauf ist nicht leicht zu finden. Behinderungen sind wohl nicht „sexy“ genug, sind umständlich (im Alltag und auch in ihrer Beschreibung) und vermutlich fehlt vielen Autor*innen sowohl die Erfahrung als auch der Mut, um über diese Themen zu schreiben. Was entsteht sind Romane mit durchweg gesunden, körperlich nicht eingeschränkten Figuren. Diversität? Fehlanzeige!

Ich selbst sitze seit dem Kindergartenalter im Rollstuhl, weil ich Glasknochen habe. Menschen in meiner Situation habe ich in Romanen bisher kaum entdeckt. Einer meiner Vorsätze für das neue Jahr war es daher, mich mehr mit der Repräsentation von Behinderungen in der Literatur zu beschäftigen. Bücher zu suchen, in denen Menschen mit Behinderungen überhaupt dargestellt werden und vielleicht sogar Bücher zu entdecken, in denen diese Darstellung authentisch und ermutigend ist. Diese Bücher möchte ich hier sammeln und vorstellen. Für Menschen, die selbst betroffen sind, aber vor allem für alle, die keinen Kontakt zu Menschen mit Behinderungen haben.

„Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes

Obwohl ich bisher wenig Gutes über „Ein ganzes halbes Jahr“ von Jojo Moyes gehört hatte, sollte dieses Buch den Anfang machen. Schlicht weil es der Titel mit der größten Reichweite zu dieser Thematik zu sein scheint.

Es fällt mir wirklich schwer, dieses Buch objektiv zu betrachten. Es soll die Liebesgeschichte zwischen einem Mann mit Behinderung und einer Frau ohne Behinderung erzählen. Für mich hat es sich in weiten Teilen aber wie eine Sammlung der schlimmsten Klischees gelesen, die man zum Thema finden kann.

Das Buch handelt vom wohlhabenden Will, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt, und Louisa, welche angestellt wird um ihn zu Pflegen. Die quirlige und lebenslustige Louisa soll Will aus seiner Depression reißen und ihm zeigen, dass das Leben im Rollstuhl doch lebenswert ist. Tatsächlich erinnert der Plot an eine Mischung aus „Heidi“ und „Ziemlich beste Freunde“ garniert mit einer Prise Romantik.

Wenn ich im Rollstuhl lande, kann ich mich auch gleich umbringen

„Sprich einfach mit ihm, verdammt noch mal. Ist doch klar, dass er mies drauf ist. Er sitzt schließlich im Rollstuhl.“

Vielleicht liegt es daran, dass ich eine schlechtgelaunte Behinderte bin, aber wie Will in diesem Roman dargestellt wird, hat mich unglaublich genervt.

Sein Leben wird durch einen schweren Unfall aus der Bahn geworfen, von jetzt auf gleich ist er körperlich extrem eingeschränkt. Natürlich beschreibt die Autorin hier einen emotionalen Ausnahmezustand und natürlich wird nicht jeder gleich auf so einen Unfall reagieren.

Das Setting in das die Autorin ihre Figur setzt, könnte aber eigentlich idealer nicht sein: Will ist extrem wohlhabend, seine Familie ist problemlos in der Lage das Haus für ihn barrierefrei zu gestalten und seinen Job könnte er auch mit der Behinderung noch ausführen. Keiner dieser Aspekte kommt jedoch zur Sprache.

Hier wird eine Figur gezeichnet, die einerseits völlig passiv ist und sich nicht auf die geänderten Umstände einstellen kann, andererseits aber zielstrebig genug entgegen allen Widerständen seinen eigenen Tod zu planen. Denn die einzige Lösung des Problems Behinderung scheint Sterbehilfe zu sein.

„Ich will so nicht leben, Mutter. Das ist nicht das Leben, das ich mir ausgesucht habe.“

Das perfekte Leben

Das Thema Sterbehilfe finde ich zwar ebenfalls extrem wichtig, es aber mit der Behinderung zu verbinden, zementiert übliche Klischees und Ansichten. Schon mein ganzes Leben höre ich Menschen im Gespräch sagen „Wenn ich im Rollstuhl lande, kann ich mich auch gleich umbringen.“ Dass ein Rollstuhl auch Freiheit bedeutet und es Menschen ermöglicht, trotz körperlicher Einschränkungen größere Selbstständigkeit (oder überhaupt Selbstständigkeit) zu erlangen, wird in diesem Roman mit keiner Silbe erwähnt.  

Vielmehr wird eine Figur gezeigt, die einem Leben mit Behinderung keine Chance gibt. Es geht nämlich in diesem Roman nicht darum, dass Will an etwas gescheitert ist, das er mit seiner Behinderung probiert hat. Er ist unglücklich, weil er glaubt einen Anspruch darauf zu haben, dass sein Leben „perfekt“ ist und ein Leben mit Behinderung kann das per Definition nicht erreichen.

„Ich kann nichts mehr unternehmen. Ich sitze da. Ich vegetiere einfach vor mich hin.“

An den Rollstuhl gefesselt im Behindertenkonzert

Sprache schafft Realität und die Realität, die Jojo Moyes in ihrem Roman für Will und damit auch für andere Menschen mit Behinderung schafft, ist beängstigend.

Sobald Will verunfallt ist, kann er kein Konzert mehr besuchen, nein er muss ein „Behindertenkonzert“ besuchen. Er fährt nicht in ein barrierefreies Hotel in den Urlaub, er macht Behindertenurlaub… schließlich ist Will „an den Rollstuhl gefesselt“.

Ihre sprachlichen Bilder sorgen für Zweierlei: der Mensch mit Behinderung wird als passiv und hilflos gezeichnet. Er ist an den Rollstuhl gefesselt, reglos. Außerdem wird alles was mit der Behinderung zu tun hat möglichst weit weggeschoben von allem „Normalen“. Damit hat der Leser zum Glück nichts zu tun.

Liebe mit Behindernissen

Auch ich frage mich, wie in dieser Geschichte bei Louisa der Hauch von Emotion für Will aufkeimen kann. Allerdings nicht wegen seiner Behinderung, sondern weil seine Figur so unfassbar negativ und gleichzeitig arrogant dargestellt wird. Im Roman allerdings sorgt nicht sein Charakter sondern wieder (Überraschung!) die Behinderung für Probleme.

„Wie könnte ich auf einen Krüppel eifersüchtig sein?“

Die von mir angesprochene sprachliche Distanz zu allem rund um das Thema Behinderung wird vor allem bei den „romantischen“ Aspekten der Geschichte extrem spürbar. Wills Körper wird als Barriere beschrieben und jeder körperliche Reiz abgesprochen, weil er gelähmt ist. Seine Sexualität ist außerdem etwas über das man spekulieren muss, nichts was man mit ihm erkunden könnte.

Viele Menschen schließen eine Beziehung zu einem Mensch mit Behinderung kategorisch aus. Bei Leuten, die dennoch solch eine Beziehung eingehen, wird ein Helfersyndrom vermutet. Ich habe die verpasste Chance bedauert, in einem Roman diese Varianten einmal kritisch zu hinterfragen und eine ganz normale Liebesgeschichte zu zeigen.

Stattdessen stellt auch Jojo Moyes es so dar, als sei die Beziehung zu ihm eine Bürde, von der er Louisa befreien muss. Das ärgert mich aus zwei Gründen: zum einen ist es nicht sonderlich feministisch anzunehmen, dass ein Mann entscheiden muss, ob eine Beziehung gut für eine Frau ist. Zum anderen wird der Mensch mit Behinderung wieder nicht als Teil einer Liebesgeschichte gezeigt sondern als Problem, das es zu lösen gilt. Das ist diskriminierend und sorgt vielleicht für die eine oder andere rührselige Träne, aber bestimmt nicht dafür, dass Behinderung ein Stück weit zu unserer Normalität wird.

Die Sache mit dem Feminismus

Weil ich es nun schon gerade angesprochen habe, muss ich noch einmal auf ein etwas allgemeineres Klischee zu sprechen kommen, welches mir in diesem Buch extrem sauer aufgestoßen ist.

Trotz seiner körperlichen Schwäche wird nämlich im gesamten Roman versucht Will als „typisch männlich“ zu zeichnen. Er mansplained Louisa und setzt sie herab. Will sagt nichts Nettes zu Louisa, im ganzen Roman ist er gleichgültig ihr gegenüber, maximal freundschaftlich. Selbst in seinem finalen Abschiedsbrief sagt er nicht, dass er sie liebt.

Trotzdem blickt Louisa zu ihm auf, muss ständig seine Stärke bewundern. Diese Konstellation passt für meinen Geschmack gar nicht zur übrigen Charakterisierung der beiden Figuren. Es scheint als traut sich die Autorin nicht, die üblichen Rollenverteilungen aufzusprengen und eine Geschichte über einen „schwachen Mann“ und eine starke Frau zu erzählen.

Das Gute im Schlechten

Jetzt habe ich viel gemeckert, aber tatsächlich gab es zwischen vielen Aspekten, die mich geärgert haben auch einige wenige Lichtblicke. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass die Autorin einen Perspektivwechsel zuließ. Wenn sie sich darauf einließ in verschiedenen Situationen dem Menschen mit Behinderung eine ganz normale Weltsicht zuzugestehen.  

„Sie haben sich genauso verhalten wie alle anderen. Sie haben an meiner Stelle die Entscheidungen getroffen.“

Ich wünsche mir mehr solche Perspektivwechsel, solche selbstbestimmten und starken Darstellungen. Es wäre nur schön, wenn diese Stärke dann nicht zum Freitod führen muss. Behinderungen sind weder Inspiration Porn noch Bürden des Schicksals, sondern Lebensrealitäten, mit denen man klar kommen muss. Das kann sich schwerer oder leichter gestalten, sollte aber Platz in Büchern und Filmen finden, denn es kann uns alle schneller betreffen, als uns lieb wäre.

Happy End?!

Zum Ende des Romans habe ich ja schon einiges gesagt, trotz Spoiler muss ich noch einmal darauf eingehen, wie problematisch ich das Ende dieses Romans finde. Über die gesamte Handlung der Geschichte wird das Leben des Menschen mit Behinderung immer wieder als Problem thematisiert. Eine Beziehung zu ihm ist genauso unmöglich, wie der Gedanke sich mit einer solch geänderten Lebenssituation arrangieren zu können.

Folgerichtig wird die Geschichte nicht mit einem klassischen „und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ beendet. Trotzdem wird dieses Ende so verkitscht dargestellt, dass es als Happy End rüberkommt. Kann ein Mensch mit Behinderung kein anderes, glückliches Ende erwarten?

Einen schönen Beitrag zum Thema hat auch Rollifräulein auf Thabs.de geschrieben.

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8 Comments

  • Reply Kathrin März 9, 2019 at 8:32 pm

    Liebe Alexandra,

    die Bücher von Jojo Moyes habe ich seit jeher mit Kitsch und Klischee verbunden und machte daher immer einen Bogen darum. Erst vor wenigen Wochen erzählte auf Arbeit jemand von der Verfilmung des Buches und als ich mir die Schilderungen anhörte und parallel den Wikipedia-Artikel las, bekam ich sofort den Eindruck, dass hier falsch angesetzt wurde (und es vor allem darum ging, eine möglichst melodramatische Geschichte zu erzählen).

    Dank dir habe ich nun noch einmal einen ausführlicheren Einblick erhalten. Die von dir genannten Kritikpunkte finde ich ebenfalls furchtbar und kann deinen Ärger gut nachvollziehen. Allerdings habe ich – wie du – oft den Eindruck, dass Behinderungen nur dann in der Fiktion (egal, ob Buch oder Film/ TV) auftauchen, wenn sie in irgendeiner Form Mittel zum Zweck sind. Über ein paar Positivbeispiele wär ich wirklich dankbar und bin daher gespannt, welche Titel du uns noch vorstellen wirst.

    Viele Grüße
    Kathrin

    • Reply Alexandra März 10, 2019 at 11:25 am

      Liebe Kathrin,
      Danke für deinen Kommentar :) Ich habe mich gerade erst auf die Suche gemacht und bisher zwar wenig dazu gefunden, aber tatsächlich auch schon einen Thriller entdeckt, in dem ich die Darstellung der Protagonistin mit Behinderung überraschend gut finde (mit kleinen Abzügen in der B-Note ;-)…). Den werde ich hier auch demnächst vorstellen … und hoffentlich finde ich noch viel mehr!
      Viele Grüße,
      Alexandra

  • Reply Ute März 9, 2019 at 9:23 pm

    Ganz viele Gedanken dazu. Kann ich nicht alle hier lassen. Zunächst einmal: Als Mutter eines 20jährigen Asperger-Autisten kenne ich die Gefühle, die du beim Lesen hattest, nur mit einem anderen Buch: „Das Rosie Projekt“. Was habe ich mich über die Klischees und die teils „lustige“ Darstellung von Autismus aufgeregt! Meine Rezension dazu ist ähnlich genervt ausgefallen wie deine hier.
    Ich habe allerdings auch „Ein ganzes halbes Jahr“ gelesen und fand es gut – nicht wegen der Darstellung von Will‘s Behinderung, sondern weil ich das Thema „selbstbestimmte Sterbehilfe“ so wichtig finde und gut fand, dass Jojo Moyes das durchzieht. Die Darstellung von Will‘s Behinderung zu beurteilen, stand mir einfach nicht zu. Da hat dein Beitrag mir für einige Dinge die Augen geöffnet.
    Womit du so recht hast: Behinderung einfach als beiläufige Tatsache in Büchern ist viiiiiel zu selten und entspricht nicht der Realität. Aufgrund meines behinderten Sohnes nehme ich Ausnahmen immer freudig zur Kenntnis.
    2017 habe ich „Resurrection Bay“ von Emma Visikic gelesen, Teil 1 einer Reihe, in der ein gehörloser Polizist die Hauptrolle spielt, ohne dass seine Behinderung das Zentrum der Krimis ist. Gibt’s leider nicht auf Deutsch.
    Außerdem finde ich die Cormoran Strike Reihe von Robert Galbraith aka JK Rowling ja sehr gut, in der ein beinamputierter Ermittler die Hauptrolle spielt. Auch hier ist die Behinderung nur ein „Nebenschauplatz“ der Krimnalfälle und Liebesgeschichte zwischen Detektiv und Partnerin.
    Was Autismus angeht, der ja irgendwie als „schick“ und interessant gilt seit einiger Zeit, suche ich auch noch nach Büchern, die das adäquat repräsentieren, ohne Hauptthema zu sein oder tief in die Klischeekiste zu greifen.
    Danke jedenfalls für deine Einschätzung von „Ein ganzes halbes Jahr“ und deine Denkanstöße!

    Ute

    • Reply Alexandra März 10, 2019 at 11:32 am

      Liebe Ute,
      Danke für deinen wichtigen Hinweis! Den Artikel müsste ich dahingehend noch nachschärfen. Sterbehilfe halte ich per se auch für ein wichtiges Thema, habe mich hier nur über die Verbindung zur Behinderung & Liebesgeschichte geärgert. Gäbe es dutzende Geschichten mit behinderten Protagonisten, wäre auch diese Lösung wichtig und sollte gezeigt werden. Aber wenn ich daran denke, dass dieses Buch für viele vermutlich das einzige ist, was sie zum Thema Behinderung lesen, dann finde ich die Verknüpfung „Behinderung –> Sterbehilfe“ einfach problematisch. Zumal ich bei der Zielgruppe auch noch eher davon ausgehe, dass das ganze dann nicht wirklich kritisch durchdacht wird sondern dieses Ende als schmachtendes Happy End betrachtet wird. Gruselig.
      Danke für deine Empfehlungen, die werde ich mir definitiv anschauen, ich habe die Hoffnung ja auch noch nicht ganz aufgegeben, dass da die ein oder andere gute Geschichte zu finden ist :-).
      Viele Grüße,
      Alexandra

      P.S. Mit Autismus kenne ich mich ja aus erster Hand leider nicht aus, aber habe wie du das Gefühl, dass diese Krankheit gerade sehr „hip“ ist und daher viele Geschichten auf den Markt geschmissen werden, die den Betroffenen nicht gerecht wird. Ich dachte wir wären von Filmen wie „Rain Man“ längst weg, aber jetzt habe ich kürzlich eine neue Serie „The good Doctor“ gesehen, da wird wieder die alte Klischeekiste weit aufgeklappt. Schade drum.

      • Reply Ute März 10, 2019 at 1:39 pm

        Liebe Alexandra,
        du hast mit deiner Kritik m.E. schon recht: Für viele ist “Ein ganzes halbes Jahr” bestimmt das einzige Buch, dass sie jemals über einen Querschnittsgelähmten gelesen haben. Und damit wird die Frage nach dem Lebenswert und Sterbehilfe natürlich sehr einseitig. Es stimmt also: Gäbe es mehr Repräsentation von dieser Art der Behinderung (und Behinderung überhaupt, ob körperlich, geistig oder psychisch), gäbe es mehr alternative Lebenswege, die aufgezeigt würden. Und das fehlt eindeutig in der Literatur.
        Mir ist noch ein autobiografischer Roman eingefallen, den ich als Jugendliche sehr faszinierend fand: „Unter dem Auge der Uhr“ von Christopher Nolan, über und von einem jungen Mann mit schwerer Cerebralparese. Da geht es zwar auch wieder zentral um die Behinderung, aber den habe ich als positiv in Erinnerung und wüsste ja gerne mal die Meinung von dir dazu.
        Ansonsten habe ich jetzt echt Ehrgeiz bekommen, mal gezielt Bücher zu suchen, in denen Behinderung nur ein Teil der Geschichte ist. Danke also für die Anregung!

  • Reply Lilly Lesepanda März 10, 2019 at 12:21 am

    Hallo,
    Ein toller Beitrag, den ich gut nachvollziehen kann, auch wenn ich nicht in dieser Situation stecke.
    Ich hätte ebenfalls gerne mehr Diversität in den Büchern.
    Ich kann dir „Ein kleines Wunder würde reichen“ ans Herz legen

    Liebe Grüße
    Lilly

    • Reply Alexandra März 10, 2019 at 11:37 am

      Liebe Lilly,
      Danke für deinen schönen Tipp! Das Buch ist sofort auf meiner Leseliste gelandet. Ich freue mich schon, bei diesem Thema mal die ein oder andere gute Geschichte zu entdecken. Ich bin mir sicher, Jojo Moyes kann nicht alles gewesen sein ;).
      Viele Grüße,
      Alexandra

  • Reply Marion März 14, 2019 at 7:02 pm

    Hallo Alexandra,
    diesen Roman habe ich vor Jahren gelesen und fand ihn auch wirklich, wirklich blöd. Will war vor seinem Unfall ein snobistischer Vollpfosten und nach seinem Unfall ein snobistischer Vollpfosten im Rollstuhl. Ich weiß überhaupt nicht, was die Welt an diesem Roman findet.
    In der ganzen Entwicklung der Beziehung der beiden habe ich überhaupt keinen Grund für aufkommende Sympathie gesehen.
    Der einzige Roman, der mir spontan mit dieser Thematik einfällt ist „Grace Williams says it loud“. Das klang gefährlich kitschig, war dann aber ein überraschend guter Roman, der sehr kritisch damit umgeht, wie behinderte Menschen in „Institutionen“ behandelt wurden. Leider ist er nicht auf deutsch erschienen und ich weiß nicht, ob du gerne englische Bücher liest.
    Auf jeden Fall freue ich mich auf weitere Beiträge in dieser Reihe!

    Liebe Grüße,
    Marion

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