Krimi & Thriller, Spannung

Rezension: Sterntaler von Kristina Ohlsson

Es muss hin und wieder ein Krimi sein und Dank der lieben Sternthaler ging mir das gleichnamige Buch, nämlich „Sterntaler“ von Kristina Ohlsson, nicht mehr aus dem Kopf. Also rauf damit auf den Kindle und losgeschmökert.

„Sterntaler“ von Kristina Ohlsson
LIMES Verlag
544 Seiten
19,99 € (Hardcover) oder 15,99 € (Kindle Edition)

Sonst fange ich immer mit einem kurzen Abriss der Handlung an, einfach um thematisch vorzubereiten auf das, was da kommen mag. Diesmal ist das ziemlich schwierig, zum einen weil es einfach ein Krimi ist (da möchte man ja wohl so wenig wie möglich erfahren!). Ein zweiter Grund liegt darin, dass ich wirklich unsicher bin wieviel ich von diesem Buch erzählen sollte. Fakt ist: schon der Klappentext geht es nicht richtig an, es wird zuviel vom Falschen erzählt. Deswegen fällt es beim Lesen schwer eine Brücke zwischen dem Cover und Titel des Buches, dem Klappentext und der eigentlichen Handlung zu schlagen. Im Klappentext ist von dem Geheimnis um eine einst gefeierte Kinderbuchautorin zu lesen, von dem Unbekannten der ihr jede Woche Blumen schickt und von einer Studentin die verschwindet nachdem sie die Autorin besuchte. Mir ist wirklich unklar warum diese Fakten so prominent auf die Geschichte vorbereiten, werden sie doch im Buch erst im Laufe der Ermittlungen enthüllt (und das ist auch gut so).
Vielleicht liegt es einfach daran, dass die Geschichte sonst eher unspektakulär beginnt. Eine Leiche wird gefunden, sie lag da wohl schon eine Weile und schnell wird klar es handelt sich um eine seit mehreren Jahren vermisste Studentin. Trotzdem ist das Buch ganz und gar nicht unspannend. Ich wollte schnell mehr wissen und war gespannt wohin sich die Handlung entwickeln wird. Richtig überraschend finde ich Krimis zwar leider selten und meist ist mir schnell klar „wer’s war“. Das tat der Stimmung des Buches und der chronologisch aufgebauten und toll beschriebenen Ermittlungsarbeit aber keinen Abbruch. Ich mag Krimis die so aufgebaut sind, nichts ist schlimmer als nach grundlosem Blutbad einfach „irgendeinen“ Mörder präsentiert zu bekommen.
Störend dagegen waren wieder die Menge an Ermittlern und deren persönliche Zerwürfnisse. Irgendwie bin ich damit nicht so ganz warm geworden und habe zumindest die beiden männlichen Ermittler dann einfach in einen Topf geworfen. Es war aber auch auffällig wie problembehaftet wirklich alle Kommisare im Buch waren, vielleicht etwas viel des Guten.

Unterm Strich bin ich sehr hin und her gerissen wie ich das Buch bewerten soll, Krimis haben es bei mir generell schwer. Ich habe davon viel gelesen und finde viele einfach durchschnittlich. Auch bei „Sterntaler“ bin ich mir sehr uneinig. Die logisch aufgearbeitete Entwicklung des Falles hat mir sehr gut gefallen, die Charaktere sind mir zu klischeehaft und durch die Infos zum Buch ging ich leider mit zu viel Vorwissen an das Buch. Ich vergebe 3 von 5 Leseratten. An Hakan Nesser und meinen geliebten Inspektor Barbarotti kommt es leider trotz zum Teil guter Ansätze nicht heran.

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1 Comment

  • Reply Petra Murach Oktober 28, 2013 at 7:36 pm

    Hmm, tja, hörte sich so gut an, vielleicht les ich erstmal ne Leseprobe und entscheide dann.
    Liebe Grüße, Petra

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