Entdeckt, Im Rattenbau

Frohes neues Jahr: Sieben Bücher für 2018, die ich unbedingt lesen will!

Hallo ihr Lieben!

Ich hoffe ihr alle seid gut ins neue Jahr gekommen und habt ein glückliches, gesundes und lesereiches 2018 vor euch. Ich wünsche uns allen Kraft für unsere Projekte, Mut für neue Wege und ganz viel Liebe zu den Menschen um uns herum und den Dingen, die wir tun!

Nachdem ich im Dezember unverhofft in eine ziemlich erholsame Blogpause gerutscht bin, schließe ich heute den Rattenbau endlich wieder auf. Ich habe in den letzten Tagen den Staub von meinen (digitalen) Bücherregalen geklopft und überlegt, welche Bücher mich im neuen Jahr begleiten sollen.

Natürlich möchte ich alle Bücher, die hier im Rattenbau auf mich warten, früher oder später lesen (*Gekicher aus dem Off*). Aber als ich die Stapel in meiner Wohnung durchgesehen habe, habe ich ganz deutlich gespürt, dass mich gewisse Themen im Moment mehr reizen.

Ich möchte Bücher lesen, die meinen Horizont erweitern und mich wachsen lassen. Irgendwie habe ich schon immer nach solchen Büchern Ausschau gehalten, aber in den letzten Tagen und Wochen noch stärker danach gegriffen und gesucht.

Es hat sich eine Sammlung von sieben Büchern ergeben, die mich in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten begleiten sollen. Es sind vor allem Bücher von oder über starke Frauen, aber auch Unterhaltendes auf das ich mich auf Grund der besprochenen Themen oder der Schönheit der Sprache so freue.

Ich hoffe euch inspirieren diese Bücher genauso, wie mich und ihr findet vielleicht eine Anregung für das kommende Jahr!
Eure Alexandra

 

“Kann man da noch was machen?” von Laura Gehlhaar

Auf Laura Gehlhaar bin ich über drei Ecken auf Instagram gestoßen. Seitdem schaue ich mir mit Begeisterung ihre Stories an, ich mag ihre coole und sympathische Art. Und sie sitzt im Rollstuhl, wie ich. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie selbstverständlich sie darüber spricht und es in Bildern zeigt. Ich selbst tue mich damit ungleich schwerer.
Deswegen und weil sie einen ziemlich schrägen Humor hat, wollte ich ihr Buch unbedingt lesen. Ich habe nun bereits damit angefangen und schon nach wenigen Seiten überkam mich ständig dieses “been there, done that”-Gefühl. Kein selbsthilfegruppenmäßiges Bedauern, aber ein Wiedererkennen, dass mich fast noch mehr fasziniert als Laura Gehlhaar an sich schon.
Ich freue mich demnächst ausführlicher über das Buch zu schreiben und vor allem freue ich mich mit dem Buch zu arbeiten. Denn das ist es in diesem Fall für mich auch ein bisschen…

 

“Darling Days” von iO Tillet Wright

Wahrscheinlich wird Linus jetzt das kalte Grausen packen, weil ich das Buch in dieser Reihe nenne. So richtig passt es nämlich eigentlich nicht in diese Aufzählung von Büchern, die von starken Frauen geschrieben wurden (oder von ihnen handeln). Denn obwohl iO Tillet Wright bei seiner Geburt “eigentlich” ein Mädchen war, ist er ein Mann. In der Biografie “Darling Days” beschreibt er sein Leben zwischen den Geschlechtern, aber vor allem mit seiner ziemlich exzentrischen Mutter und dem interessanten Milieu in dem er groß wurde, in New York in den 80ern.
Auch dieses Buch habe ich schon begonnen und auch hier merke ich: das Buch lässt mich wachsen und über meinen Tellerrand schauen. Nicht weil es so missionierend geschrieben wurde, ganz im Gegenteil. Es ist einfach so verfasst, dass man diesen Menschen und seine Geschichte unbedingt kennenlernen will.

 

“Kleine Feuer überall” von Celeste Ng

Im letzten Jahr hat mich Celeste Ng mit “Was ich euch nicht erzählte” völlig gefesselt. Ein unterhaltsames aber doch tiefgründiges Buch, eines das so intensiv über die Mechanismen einer Familie und auch über Einwanderung erzählte, dass es mich lang nicht mehr losgelassen hat. Auf “Kleine Feuer überall” freue ich mich daher unbändig und hoffe es ist wieder so sprachlich schön verfasst, so mitreißend spannend und tiefgründig.

 

“Aus Neugier und Leidenschaft” von Margaret Atwood

In den letzten Jahren habe ich in Margaret Atwood eine Lieblingsautorin gefunden, die ebenso kluge wie unterhaltsame Geschichten schreibt. Langsam aber sicher arbeite ich mich durch ihre Romane, habe mir nun aber auch “Aus Neugier und Leidenschaft”, ihre Essays und Rezensionen, vorgenommen. Bisher hatte ich vor diesem Buch noch zu viel Respekt, in 2018 möchte ich es nun angehen.
Nicht am Stück, sondern Häppchen für Häppchen und einfach nach den Themen, die mich am meisten packen. Ich hoffe viel von dieser großen Autorin lernen und ihre Sicht auf die Welt noch besser nachzuvollziehen zu können.

 

“Americanah” von Chimamanda Ngozi Adichie

Nicht nur “Americanah” auch “Mehr Feminismus!” von Chimamanda Ngozi Adichie wurden mir im letzten Jahr mehrfach empfohlen, nun möchte ich diese Bücher endlich lesen. Adichie ist als eine der großen, jungen Autorinnen unserer Zeit bekannt und ihre Bücher haben Gewicht.
”Americanah” habe ich mir für meine literarische Weltreise gekauft, aber es ist eben noch ein bisschen mehr als das. Es ist eine Geschichte von einer bewundernswerten, starken Autorin, die ich endlich für mich entdecken möchte. Mit dem Thema “Feminismus” habe ich sonst nicht viel am Hut, irgendwie wirkt der Begriff beinahe negativ besetzt. Das möchte ich ändern und mir endlich selbst ein Bild davon machen.

 

“Die Tochter des Diktators” von Ines Geipel

Ich bin nicht sonderlich politisch, das habe ich schon gemerkt als ich mir Gedanken über “Americanah” und Adichie gemacht habe. Das ist wohl ein Stück weit Teil meiner Natur, aber eben auch ein Privileg. Ich möchte mich deshalb häufiger auch mal auf solche Themen einlassen, die mir unbequem oder “weit weg” erscheinen. Wenn es in Form eines Romans ist, der wie “Die Tochter des Diktators” nebenbei auch noch Spannung und Unterhaltung verspricht, ist das umso besser.
Ich möchte einfach lernen diese Themen kritischer zu hinterfragen und nicht mehr zu meiden, vielleicht ist dieser Roman ein guter Anfang dafür?

 

“Die Menschheit hat den Verstand verloren” von Astrid Lindgren

Die Tagebücher von Astrid Lindgren liegen nun schon viel zu lang ungelesen in meinem Regal. Die Bücher von Astrid Lindgren haben mich (wie so viele andere) meine ganze Kindheit hindurch begleitet und meine Sicht auf die Welt geprägt. Ich möchte jetzt (endlich!) die Frau hinter den bekannten Romanfiguren besser kennenlernen und mich mit ihren Aufzeichnungen der Jahre 1939 bis 1945 befassen.
Eine ganze Weile konnte (und wollte) ich keine “Weltkriegsliteratur” mehr lesen und war wohl ein wenig übersättigt davon. Nun nehme ich mir diese Biografie für 2018 noch einmal vor, als literarischer Vorsatz sozusagen. Schließlich ist es nicht “irgendein” Weltkriegsroman, sondern die Erinnerungen einer der wichtigsten Autorinnen dieser Zeit.

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2 Comments

  • Reply Myna Kaltschnee Januar 1, 2018 at 10:32 pm

    Hallo Alexandra,

    ich wünsche dir von Herzen alles Liebe und Gute für das neue Jahr 2018. Mögen sich all deine Wünsche erfüllen.

    Deine Buchtipps fand ich klasse. Ich kannte die Bücher alle noch nicht, doch vor allem das von Astrid Lindgren hat mich sofort angesprochen. Astrid Lindgren war die Heldin meiner Kindheit. Ich habe ihre Bücher über alles geliebt. Deshalb habe ich mir das Buch auch gleich auf meine Wunschliste gesetzt.

    Liebste Grüße
    Myna

  • Reply Jana Januar 2, 2018 at 8:53 am

    Hallo Alexandra,
    ich bin gerade über Twitter auf deinen Beitrag gestoßen und bemerkt, dass viele deiner Bücher für dieses Jahr auch auf meiner Wunschliste stehen. Von Celeste Ng möchte ich ,,Was ich euch nicht erzählte“ lesen, ,,Americanah“ schon seit Ewigkeiten, ,,Darling Days“ seit Linus so viel darüber geschrieben hat und von Atwood möchte ich mit ,,Handmaid’s Tale“ beginnen.
    Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen und ein gutes neues Jahr!
    Jana

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