Entdeckt, Im Rattenbau

Angelesen: Der Tag, an dem ich fliegen lernte von Stefanie Kremser

Eine ganze Weile habe ich mich nicht mit den Leseproben von vorablesen beschäftigt. Es war keine Zeit, ich war krank, es waren nicht die richtigen Leseproben für mich dabei. Jetzt kommen aber eine ganze Reihe tolle Bücher auf uns zu, auf die ich mich von Herzen freue! Die Möglichkeit wöchentlich einen Blick auf neue Bücher zu werfen und reinzulesen ist einfach schön. Diese Woche geht es also los mit „Der Tag, an dem ich fliegen lernte“ von Stefanie Kremser.


„Der Tag, an dem ich fliegen lernte“ von Stefanie Kremser
Kiepenheuer & Witsch Verlag
304 Seiten
19,99 € (Hardcover)
Erscheint am 14.08.2014
(Zur Leseprobe von Vorablesen kommt ihr hier)

Lulus brasilianische Mutter Aza kann mit ihrem Baby nicht viel anfangen. Sie weist das Kind gleich nach der Geburt ab und lässt das wenige Stunden alte Mädchen schließlich aus dem Krankenhausfenster fallen. Hätte in diesem Moment nicht Ferguson, der englische Rugbyspieler, im Hof des Krankenhauses gestanden und das Kind gefangen, wäre das wohl gleich wieder das Ende der Geschichte. Aza flieht schließlich aus dem Krankenhaus und Lulus Leben in der WG ihres Vaters beginnt. Dort leben ein Haufen verträumter, aber sehr liebevoller Chaoten So beginnt Lulus Leben in der WG ihres Vaters, einem Haufen verträumter aber sehr liebevoller Chaoten zu der schlussendlich auch Ferguson gehören wird.
Die Geschichte hat ab der ersten Seite so eine dichte Atmosphäre, das man meint die Szenen vor sich zu sehen. Die Sprache ist voll leichtem Humor und auch immer wieder kurzer Traurigkeit. Ich habe mich dadurch sofort einfach „wohlgefühlt“ in der Geschichte, anders kann ich es nicht bezeichnen. Lulu selbst erzählt ihre Lebensgeschichte. Doch obwohl sie dabei so genaue Beschreibungen und Empfindungen vom Tag ihrer Geburt berichtet, wirkt die Erzählung authentisch.In einer anderen Geschichte hätte das vielleicht befremdlich oder störend wirken können, hier hat es einfach gepasst.
Auch die „Moderation“ der Handlung durch die erzählende Stimme eignet sich in meinen Augen hervorragend für diese Art von Geschichte. Die häufigen Einschübe darüber was man später noch erfahren wird oder wie sich dies und jenes später entwickelt machen immer mehr Lust aufs Buch und haben mich jetzt schon an die Geschichte und die Protagonisten gebunden.
Ich bin im Moment sowieso sehr verliebt in die Vorschau des KiWi Verlags, aber auf dieses Buch freue ich mich nun ganz besonders. Wer die Vorschau nicht kennt: schaut dringend mal rein, es warten viele wunderbare Highlights auf uns (hier gibt es ausführliche Leseproben als ebook zum Download vom Verlag).
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1 Comment

  • Reply Marie Menke August 31, 2014 at 11:10 am

    Hey,

    deine Rezension ist ja richtig schön geschrieben – kurz und knapp aber alles Wichtige ist dabei. Ich habe es auch gerade gelesen und meine Rezi gepostet, auch wenn der Roman mich nicht ganz überzeugen konnte. Lulu selbst fand ich aber auch total super – das war mal eine ganz andere Erzählstimme!

    Liebe Grüße,
    Marie

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